Skiausrüstung und Winterkleidung für eine Arlbergreise im Februar

Journal

Was im Februar in den Koffer gehört — Arlberg

7 Min. Lesezeit · Juni 2026

Der Februar ist der vollste Winter am Arlberg. Die Schneedecke ist auf ihrem Höchststand — in mittlerer Höhe typischerweise ein Meter oder mehr, an den oberen Liften deutlich mehr. Die Tage sind noch kurz, aber sie werden seit Januar merklich länger. Mitte Februar hat man knapp zehn Stunden Tageslicht. Sonnenaufgang gegen halb acht; das letzte Licht verlässt die Gipfel gegen achtzehn Uhr.

Die Temperaturen sind wirklich kalt. Im Tal bei Schnann liegen die Tagestemperaturen im Februar meist um den Gefrierpunkt, manchmal einige Grad darunter. In der Höhe — ab 2.000 Metern — ist die Kälte schärfer und beständiger, und an einem windigen Tag am oberen Ende der Liftanlagen fühlt es sich deutlich kälter an, als das Thermometer anzeigt. Das ist kein Grund zur Sorge; es ist ein Grund, richtig zu packen.


Auf der Piste

Das Wichtigste beim Skifahren: Lagen zählen mehr als jedes einzelne Kleidungsstück. Ein Tag am Arlberg im Februar kann morgens im Schatten bei -10°C beginnen und am frühen Nachmittag auf einem Südhang annähernd mild werden. Der Berg hat nicht eine Temperatur — er hat mehrere, und man bewegt sich durch alle hindurch.

Funktionsunterwäsche. Merinowolle oder technisches Synthetik-Material — nicht Baumwolle, die Feuchtigkeit speichert und beim Schwitzen ihren Wärmewert verliert. Zwei Garnituren reichen für eine Woche, da gute Funktionswäsche über Nacht trocknet. Lange Ärmel und lange Hosen; die Höhenkälte findet jede Lücke.

Mittelschicht. Ein Fleece oder eine Daunenweste, je nach persönlichem Empfinden. Wer leicht friert, zieht eine leichte Daunenjacke unter die Skijacke; wer warm läuft, kommt oft mit einem Fleece oder Grid-Knit-Shirt durch. Entscheidend ist, dass sich die Schicht leicht in eine Tasche oder einen Rucksack komprimieren lässt, wenn der Nachmittag wärmer wird.

Skijacke und -hose. Wasserdicht und atmungsaktiv — Gore-Tex oder gleichwertig. Am Arlberg fällt echter Schnee, und das bedeutet, dass Skifahren bei Schneefall keine gelegentliche Überraschung ist, sondern ein normaler Bestandteil der Woche. Eine Jacke, die zur Wochenmitte zu nässeln beginnt, ist kein schönes Erlebnis. Helle Farben sind bei eingeschränkter Sicht sinnvoll; rein schwarze Kombinationen sind gegen Wolkengrau schwerer zu sehen.

Helm. Für die meisten eine Selbstverständlichkeit. Ein Helm mit guter Belüftung macht im Februar einen spürbaren Unterschied, wenn die Temperaturen zwischen morgens kalt und nachmittags mild schwanken. Ein integriertes Visier löst ein Packproblem (siehe unten).

Handschuhe. Zwei Paar: ein wärmeres, ein leichteres. Das wärmere Paar für kalte Morgen und stürmische Tage; das leichtere für Nachmittage und sonnige Querungen. Beheizte Handschuhe oder Innenfutter sind im Februar am Arlberg keine Übertreibung — die Höhe macht sich an den Fingerspitzen bemerkbar.

Skibrille. Wer kein Helmvisier hat, braucht eine Skibrille. Wenn möglich zwei Gläser: ein dunkleres für helle Tage und ein gelbes oder lichtverstärkendes Glas für Flachlicht und Schneefall — genau dann, wenn man das Gelände am deutlichsten sehen muss. Der Arlberg im Februar bietet beides, oft am selben Tag.

Sonnenschutz. Das Detail, das die meisten weglassen und dann bereuen. Reflektierte UV-Strahlung ab 2.000 Metern ist im Februar stark genug, um auch an bewölkten Tagen zu verbrennen. Lichtschutzfaktor 30 oder 50 für das Gesicht, und ein Lippenpflegestift mit Sonnenschutz. Mehr mitbringen als man zu brauchen glaubt.

Wollsocken. Skispezifische Wollsocken — ein Paar pro Tag. Der Unterschied beim Tragekomfort und bei der Passform des Boots ist messbar.

Dünne Unterhandschuhe. Nützlich auf der Liftstrecke, um das Telefon zu bedienen oder Ausrüstung zu verstellen, ohne einen vollen Skihandschuh in den Wind zu halten.


Abseits der Piste

Das Dorf ist nicht St. Anton. Es gibt keine Après-Ski-Meile, für die man sich herausputzen müsste, kein Restaurant mit Dresscode. Ein Abend in Schnann ist meistens ein Abend im Apartment — da ist Bequemlichkeit wichtiger als Aufmachung.

Ein warmer Wollpullover (oder gleichwertiges Fleece) für die Abende. Das Apartment ist gut geheizt, aber ein kurzer Schritt nach draußen mit Blick auf den Sternenhimmel ist erheblich kälter als das Innere.

Alltagsschuhe oder Stiefel zum Gehen. Schneestiefel sind sinnvoll für jeden Spaziergang im Dorf oder entlang des Tals, wo der Schnee auf den Wegen festgetreten ist. Mindestens Knöchelhöhe; wasserdicht.

Hausschuhe. Haus Alpzeit hat Fußbodenheizung in den Apartments, aber die naheliegende Antwort auf warmes Inneres und kaltes Draußen sind Hausschuhe an der Tür.

Bequeme Kleidung für drinnen. Nach einem Tag auf dem Berg ist Skibekleidung nicht das, was man am Abendtisch tragen möchte. Ein Jogginganzug, bequeme Hosen, was auch immer man zu Hause anzieht, wenn man entspannt. Das ist offensichtlich und wird trotzdem oft erst beim Stehen am Koffer eingepackt.

Badezeug und eine kleine Tasche. Die Region hat Thermenanlagen in erreichbarer Fahrtdistanz, die einen Nachmittag wert sind, wenn die Beine eine Pause vom Skifahren brauchen. Eine Badehose, die an einem Ruhetag einmal eingesetzt wird, ist eine gute Sache.

Ein gutes Buch, oder zwei. Die Abende hier sind lang im besten Sinne. Es gibt keinen Zwang, irgendetwas zu tun. Ein Buch ist nichts, wofür man sich entschuldigen müsste.


Dokumente und Organisation

Reiseversicherung. In den Bergen keine Option. Die Bergrettung in Österreich ist kostenpflichtig, und ein Hubschraubereinsatz — der nach einem Unfall in unwegsamem Gelände manchmal die einzige Möglichkeit ist — kann ohne Versicherung teuer werden. Eine skigerechte Reiseversicherung mit Rettungs- und Rückführungsschutz ist weit verbreitet und ihren Preis wert.

Europäische Krankenversicherungskarte (EHIC oder, für UK-Reisende, GHIC). Sie übernimmt die Kosten für staatliche medizinische Behandlung in Österreich. Sie deckt keine Bergrettung oder Rückführung ab — deshalb ist zusätzlich eine Reiseversicherung notwendig, nicht stattdessen.

Skipass. Der Ski Arlberg-Pass gilt für das gesamte Gebiet: St. Anton, St. Christoph, Stuben, Lech, Zürs, Warth-Schröcken. Er kann online im Voraus gekauft und an den Talstationen abgeholt werden, oder direkt vor Ort erworben werden. Der Preis pro Tag sinkt erheblich bei einem Mehrtageskauf.

Führerschein, wenn man ein Auto mietet oder in Österreich selbst fährt.

Winterreifen oder Schneeketten. Die Straße nach Schnann wird geräumt und gestreut, aber Bergpässe können bei starkem Schneefall gesperrt werden. Wer mit dem eigenen Fahrzeug aus dem Ausland anreist, sollte prüfen, ob Winterreifen montiert sind — in Österreich sind sie von November bis April gesetzlich vorgeschrieben.


Was man nicht einpacken muss

Haus Alpzeit stellt folgendes im Nachtpreis bereit, das kann man also zuhause lassen: Bettwäsche und Handtücher, Waschmittel und Reinigungsmittel, eine voll ausgestattete Küche mit allem, was zum Kochen benötigt wird — Töpfe, Pfannen, gute Messer, eine ordentliche Kaffeezubereitung. Das Apartment ist so ausgestattet, dass eine Woche selbst kochen problemlos möglich ist, ohne mehr als die Zutaten einkaufen zu müssen.


Das Packen für eine Skiwoche gelingt am besten mit einem ruhigen Blick auf die Liste am Vorabend, ohne den Druck des Aufbruchs. Alles oben Genannte passt in eine große Tasche. Was am häufigsten vergessen wird, sind die kleinsten Dinge: ein Ersatzglas für die Skibrille, Sonnenschutz, Handcreme gegen die Trockene der Höhe. Diese zuerst einpacken.

Dann losfahren.

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